Against the maxi-prison and the world that needs it

2015/08/13

Feuer dem Maxi-Gefängnis ! [Juli 2015]

Filed under: Deutsch — lacavale @ 12:52

Es ist eine Weile vergangen seit dem ersten und letzten Beitrag von Gefährten in Brüssel über den Kampf gegen den Bau eines Maxi-Gefängnisses. Die Idee dieses zweiten Beitrags ist nicht die selben grundlegenden analytischen Elemente zu wiederholen, die man mühelos in der ersten Ausgabe der Avalanche findet, sondern es ist ein Versuch ein bisschen tiefer auf manche diesen Kampf im besonderen und aufständische spezifische Kämpfe im allgemeinen betreffende Problematiken einzugehen.
Heute sind wir an einem Moment angekommen an dem ein Weg von zweieinhalb Jahren des Kampfes gegen dieses morbide Projekt des Staates hinter uns liegt. Alte Komplizenschaften gingen verloren, neue wurden geschmiedet. Manche Illusionen wurden zerbrochen, was uns befähigte einen klareren Blick auf das, was getan werden muss, zu kriegen und uns die Möglichkeit gibt unsere Ideen und Praktiken zu schärfen. Nur durch das Umsetzen seiner Ideen in die Praxis kann man nach richtigen Wegen suchen bestimmte Hindernisse zu überwinden – eine wahre Konfrontation zwischen der Fantasie und der Realität ist das, was uns ein besseres Verständnis davon gibt, wo wir die Lunte entzünden und die Bedeutung unserer Ideen beleuchten müssen.

Einige Veränderungen im sozialen Kontext

Während des letzten Jahres haben sich einige Elemente im sozialen Kontext, in dem wir handeln, verändert, Elemente, die wir als wichtig betrachten, hervorzuheben.
Zuallererst ist seit letztem Winter die Armee auf den Straßen Belgiens wieder erschienen um permanent Symbole möglicher islamistischer Angriffe zu beschützen. Nach der Exekution zweier vermutlicher Islamisten während einer Hausdurchsuchung in Verviers stieg der Terroralarm gegen Bullen und Bullenstationen bis zur maximalen Stufe, was die Bullen veranlasste für mehrere Wochen nicht alleine, sondern immer mit zwei Autos zu patrouillieren, ebenso wie bis heute Maschinengewehr tragende Bullen vor Polizeistationen stehen, Bullen jeden Eingang des Justizpalastes kontrollieren und Bullen Maschinengewehre während dem Patrouillieren durch die Straßen tragen.

Neben diesen Fortschritten der Repression (im Anti-Terror Klima wurden viele andere dieser „Fortschritte“ gemacht), würden wir gerne einige Aufmerksamkeit auf zwei Bewegungen sozialer Spannungen legen. Einerseits gibt es einigen Protest gegen Austeritäts-Maßnahmen, die allgemein fest durch die reformistischen Arschlecker-Gewerkschaften kontrolliert sind, aber letzten November wild wurden. Tausende Leute mit verschiedenen Hintergründen in einem mehrstündigen Kampf gegen die Bullen innerhalb von etwas, was normalerweise als ultra langweiliger Köpfe-zählender Marsch der Gewerkschaften betrachtet wird. Dieses Ereignis an der Grenze zwischen zwei Vierteln, in denen wir agitieren, kann als eine Brise frischer Luft im repressiv befriedeten Kontext Brüssels betrachtet werden. Ein Polizeimotorrad in Flammen als Reaktion auf Polizeigewalt, welche die ganze Sache auslöste, 112 Bullen im Krankenhaus, einige als Barrikaden dienende brennende Autos, manch mutwillige Zerstörung. Wenn dieser Moment der Freude aufs schärfste von allen Gewerkschaften verurteilt wurde (manche von ihnen kollaborierten sogar mit den Bullen), wurde ebenso gezeigt, dass Wut und der Wille zu revoltieren unter dem befriedeten Projekt der Gewerkschaften brodeln.

Zweitens ist während des letzten Jahres eine Koordination zwischen Leuten ohne Papieren gewachsen, was eine Reihe von Demos (es sollte erwähnt werden, dass es eine wilde Demo nach einer Verhaftung gab, etwas sehr ungewöhnliches), Besetzungen, Proteste und so weiter kreierte. Neben der Forderung nach einer generellen Regularisierung, gibt es ebenso eine Kritik an den bestehenden Grenzen, dem Massengrab im Mittelmeer gegebene Aufmerksamkeit und ein Wille die Abschiebelager zu schließen und alle Abschiebungen zu stoppen. Beide hier genannten Anzeichen der sozialen Spannung betrachten wir für unseren Kampf als relevant um Brücken zwischen unserem Kampf und der Agitation um uns herum zu bauen. Wir versuchen nicht irgendjemanden zu unterrichten, denn je mehr Unruhe auf den Straßen desto besser, genauso wie wir uns Interventionen zur Ausdehnung des Konfliktes vorstellen um den Horizont für eine explosivere Situation zu öffnen.

Ein letztes neues zu berücksichtigendes Element ist die Zadistische1 Besetzung des Geländes des zukünftigen Gefängnisses, eine Koalition zwischen bürgerlichen Nachbarn, ökologischen Aktivisten, Zadisten von überall und einigen wenigen Individuen, mit denen wir mehr zu teilen haben, sowie ein paar Gefährten, aber diese Geschichte ist solch ein Schlamassel, dass wir sie nicht vertiefen werden, sondern später dazu zurück kommen werden, wenn wir über Entsolidarisierung sprechen.

Ein fruchtbarer Boden

Was gesagt werden kann ist, dass zweieinhalb Jahre Agitation (mit unterschiedlichen Mitteln) in bestimmten Nachbarschaften eine stabile Grundlage kreiert haben, auf welcher viel erdacht werden kann. Die Stille rund um dieses Projekt des Staates wurde definitiv durch passende Mittel gebrochen (auch wenn man immer noch Leute antreffen kann, die noch nicht vom Maxi-Gefängnis gehört haben, können wir sagen, dass das Wort Maxi-Gefängnis (frz.: Maxi-Prison) allgemeiner Sprachgebrauch in bestimmten Teilen Brüssels geworden ist, was auf die Bedeutung dessen hindeutet, was eine kleine Gruppe Gefährten tun kann, da das Wort Maxi-Gefängnis ein erfundenes Wort ist, welches das Maxi-Gefängnis, sogar wenn errichtet, mit einem Geschmack des Kampfes beflecken wird), und der Vorschlag der Selbst-Organisation und direkten Aktion gegen dieses Gefängnis und die Verantwortlichen zirkuliert.
Nach einigen Referenzmomenten im Kampf (die Besetzung, welche 2013 stattfand, eine versuchte Demo und Polizeibelagerung der Nachbarschaft im Jahr 2014), entschieden einige Gefährten einen Referenzpunkt in dem Wohn-Viertel Kureghem (Anderlecht) zu eröffnen. In „Der Passage“ finden beständig Debatten, Abendessen und andere Aktivitäten rund um das Thema des Maxi-Gefängnisses und der Einschließung im allgemeinen statt, was für Leute mit verschiedenen Hintergründen Gelegenheiten schafft sich zu treffen und ihrer Zurückweisung der repressiven Offensive und der Logik des Staates im allgemeinen ein wenig Richtung zu geben.

Wenn man eine quantitative Bewertung des Projektes machen will, die Köpfe der Leute zählend, die bei jeder Öffnungszeit vorbeikommen, hat man die qualitative Bedeutung dieses Raumes nicht verstanden. Wenn wir nicht über Massen sprechen, beziehen wir uns auf interessante Begegnungen zwischen Rebellen, kritischen Denkern, unbefriedigten Leuten und Anarchisten, die über die Mittel der Zurückweisung dieser Welt diskutieren. Wenn Leute, die einander nie getroffen hätten, sich im Kontext eines Kampfes treffen, geschieht etwas interessantes. Und hier sprechen wir nicht über Treffen zwischen Repräsentanten politischer Gruppen, sondern von Individuen, die die Notwendigkeit dessen verstehen gegen dieses Projekt und den Staat auf eine direkte Weise vorzugehen. Natürlich findet der Kampf nicht zwischen den vier Wänden eines Raumes statt und die Interessantheit eines solchen Ortes um sich zu treffen und zu koordinieren hängt von der Qualität des Kampfes auf der Straße ab.
Also kreuzen die Neuigkeiten des Kampfes die Straßen einiger Nachbarschaften, sei es durch Plakate oder durch Mund zu Mund Kommunikation (manchmal zu sehr übertriebenen Geschichten führend, wie zum Beispiel eine kleine Konfrontation mit den Bullen in einen Krawall drehend oder das Einschlagen von Fenstern eines kollaborierenden Ingenieur-Büros während einer wilden Demo in ein drive-by shooting) sowie Nachrichten über stattfindende Dinge, die niemals die Medien erreichen (z.B. Konfrontationen mit Bullen) und erreichen durch diesen Raum unsere Ohren. In manchen der Dynamiken dieser Viertel teilzunehmen öffnet Perspektiven der gegenseitigen Verständigung und Solidarität.

Das Schweigen der Massenmedien

Die Polizei für ihren Teil schätzt natürlich nicht die anarchistischen Versuche in Richtung sozialer Unruhe und Aufstand und will keine Propaganda für den Vorschlag der Selbst-Organisation und Sabotage gegen dieses Maxi-Gefängnis machen. Nichtsdestotrotz wurde das Schweigen der Medien kürzlich für einige Augenblicke durchbrochen (die ermüdenden Versuche des bürgerlichen Nachbarschaftskomitees von Haren bei Seite gelassen – wo sie das Gefängnis bauen wollen – welches sein aller aller Bestes versucht die Aufmerksamkeit der Medien auf ihr politisches Programm gegen das anzuziehen, was sie fortfahren „Mega-Gefängnis“ zu nennen). Zu Beginn der letzten Treffen zwischen wichtigen Leuten um die letzten offiziellen Dokumente der für den Beginn des Baus benötigten Erlaubnisse zu bekommen, beginnt der Hauptarchitekt des Maxi-Gefängnisses seine Tränen in den Medien zu vergießen, die gewillt sind seinen Geschichten über eine letzten Winter vor seinem Haus gelegte Feuerbombe (entzündliche Flüssigkeit + Gas) zuzuhören.

Wohingegen dieses Bastard im ersten Interview jede Verantwortung abstritt, veränderte er danach die Taktik und äußert, dass er nicht verstehen kann, was so schlecht an dem Bau des Gefängnisses ist. Diese Nachricht ist der Auslöser für den sensationellen Appetit der Mediengeier, die das erste mal beginnen über direkte Aktionen zu sprechen, die gegen diejenigen stattfanden, die mit diesem Projekt Profit machen, um den anklagenden Finger in Richtung der Terroristen genannten Anarchisten zu richten. Der berüchtigte Architekt gibt an, dass so weit alle involvierten Firmen mit Schwierigkeiten zu tun hatten.

Inmitten dieser Hysterie (Journalisten, die die Existenz eines kämpferischen Anarchismus sowie einen zweieinhalb jährigen Kampf gegen den Staat und sein repressives Programm in Brüssel entdecken), wurden die Häuser einiger dieser Leute in der Kommission, die entscheidet die Erlaubnis für den Bau zu geben oder nicht, markiert. Panik traf die verantwortlichen Arschlöcher und zumindest eine von ihnen erklärte öffentlich ihren Beruf niederzulegen. Das öffentliche Treffen der Kommission selbst wurde massiv von Bullen umstellt und konnte nur nach einer Identitäts- und Taschenkontrolle besucht werden. Die Hälfte der Mitglieder der Kommission saßen im Dunkeln, so dass die Medien keine Bilder ihrer Gesichter machen konnten. Schließlich, inmitten des medialen Spektakels, betrat eine Gruppe von 15 bis 20 Personen (den Medien zu Folge) die Bundesbaubehörde und zerstörte das Modell des zukünftigen Gefängnisses ein für alle mal! Vielleicht hat unser guter Freund und Architekt de Wachtelaere dadurch verstanden, dass er nicht vor Videokameras hätte heulen sollen, da das Echo von Aktionen zu mehr Aktionen inspiriert. In Folge dieser Episode verspätete sich die Entscheidung der Kommission mehrere Male und einige Politiker erklärten öffentlich, dass sie eigentlich ebenso gegen das Projekt sind (ja genau!), bis zum Tag der anti-terroristischen Hausdurchsuchungen in vier Häusern von Gefährten und in „Der Passage“.

Bevor wir an diesen Punkt kommen, wollen wir klarstellen, dass auch wenn die Massenmedien natürlich eine sehr große Reichweite haben (bis in die Zellen der Gefangenen), dass Spektakel alles verzehrt, was es berührt, und dass es die autonome Praxis der von Gefährten verbreiteten Neuigkeiten und Ideen als auch die Diskussionen zwischen Individuen (Gefährten oder nicht) sind, die dem Kampf wahre Bedeutung geben, und nicht das von den nach Aufregung in ihren langweiligen Leben geilen Geiern verbreitete mediale Echo. Um dieses Kapitel über Massenmedien zu beenden, würden wir gerne darauf hinweisen, dass mindestens drei Bürger von Haren sich öffentlich von allen mutwillig zerstörenden Aktivitäten distanziert haben, und dass im Namen aller Einwohner des Dorfes (nun gut, wir müssen nicht an ihrer Bereitschaft selbst Politiker zu werden zweifeln), so wie es zwei „Besetzer“ der Zad im Namen der Zad getan haben (jawohl). Für alle, die von dem Nutzen der direkten Aktion überzeugt sind, scheint es weise fern von diesen Politikern zu bleiben, die es bevorzugen mit Richtern zu reden (die nebenbei ebenso begannen gegen dieses
Projekt vorzugehen, was für ein Durcheinander!), als mit Leuten, die dazu bestimmt sind, in diese zukünftige Gräueltat geworfen zu werden. Diese Art von Leuten sind eine Gefahr für jeden Steineschmeißer und sollten als solche identifiziert werden. Der staatliche Diskurs á la „Die Guten und die Bösen“ wird von diesen Miststücken wiederholt.

Hausdurchsuchungen

Nun einige Worte zu den Hausdurchsuchungen, die unter dem Vorwand der „Anstiftung zu terroristischen Akten“ und „Mitgliedschaft in einer terroristischen Gruppe“ stattfanden. Die Polizei durchsuchte vier Häuser von Gefährten und die Passage und leerte alle Orte von jeglichem Agitationsmaterial: Sticker, Plakate, Flugblätter, Broschüren, Transparente, Zeitungen und so weiter. Dieser Akt der Sabotage ist ein Zeichen des Staates, der Repression gegen unser aufständisches Projekt verkündet. Sie wollen unsere Beine abschneiden und die Leute abschrecken, die auf die eine oder andere Weise gegen den Traum des Staates von überall erbauten Gefängnissen stehen. Sie wollen Leute von der Passage abschrecken, sie wollen Leuten Angst davor machen zu sagen, was sie denken, sie wollen die Konversationen über den Angriff gegen die Bastarde dieser Welt anklagen, sie wollen Gedanken über Revolte ausrotten. Gegen diesen Terrorismus des Staates haben wir nur eine Antwort bereit: Lasst uns fortfahren sie mit ganzen Herzen zu stören. Jetzt, da wir noch draußen sind, müssen wir alles tun, was wir können, um den sozialen Frieden in diesem verrotteten Herzen der Dunkelheit zu brechen, in Europas Hauptstadt, wo wir die Widersprüche dieses Systems der Unterdrückung und Armut, des Reichtums und der Macht, überall, wo wir hingehen, direkt vor unserer Nase sehen.
Als eine Reaktion auf die Hausdurchsuchungen kamen Gefährten in einer inspirierenden Dynamik zusammen und bereiteten eine Versammlung einige Tage später vor. Die Polizei besetzte wiedereinmal das Territorium um Leute einzuschüchtern und abzuschrecken. Es muss gesagt werden, dass die Polizei wie ein Geschwür am Arsch ist, aber lasst uns nicht die ermutigenden Worte eines während dem Verteilens des Aufrufs für die Versammlung getroffenen Mannes vergessen, ermutigende Worte neben vielen anderen: „Hut ab vor euch Leuten. Ihr habt noch den Mut. Hier gibt es eine Menge Defätismus und die Leute haben sogar Angst zu sagen, was sie denken.“

Also…

Dieser Kampf war nie klar oder einfach und er wird in Zukunft bestimmt nicht einfacher werden. Es ist ein Kampf, der auf vielen Jahren der Agitationsarbeit erbaut wurde, betrieben von Gefährten, die sich mit den Themen des Gefängnisses, Abschiebelagern und anderen befassten. Der Staat wird sein Bestes tun um nicht nur einige Leute in den Knast zu stecken, sondern um alles zu zerstören, dass mit viel Mühe aufgebaut wurde, um die Geschichte eines aufständischen und kämpferischen Anarchismus auszulöschen. Wir fügen hinzu, dass wir die Zeichen der sozialen Spannung nicht immer bemerken, da sie versteckt sind, sei es, ob sie durch die Bullen zum Schweigen gebracht wurden, oder weil sie wegen der sozialen Isolation unbemerkt blieben, welche eine Bedingung der modernen Zeiten ist.
Aber auch wenn wir uns den Konsequenzen unseres Handelns nicht immer bewusst sind, von dem Ambiente einer scheinbar überall präsenten Resignation entmutigt werden, von den Bullen erschreckt werden… Brüssel kocht vor Wut und wir müssen vorbereitet sein. Der soziale Kontext dieses kleinen Landes in dem wir leben führt in Richtung einer Katastrophe (wenn wir nicht schon darin leben) und wir können einer zukünftigen Explosion sicher sein. Das Maxi-Gefängnis ist nur ein Element in dem globalen Bild, aber der Angriff gegen die Verantwortlichen ist ein klarer Hinweis für alle im Konflikt mit dem Staat und seiner beleidigenden täglichen Praxis. Dieser Kampf kann eine Referenz der Selbst-Organisation sein, die auf den Angriff auf diese miserablen Bedingungen und die das Leben erstickenden Institutionen zielt, und existiert in der Fantasie und dem Gedächtnis der Leute. Er kann anderen Mut geben, die begierig danach sind ohne Politiker oder Kompromiss zu kämpfen, Leute, die dieser Welt müde und überdrüssig sind und ihre Wut herauslassen. Das ist, was der Staat zunichte machen will, dass ist, was wir selbst aufs Spiel setzen. Es gibt ein Potential in diesem Kampf, eine soziale Dimension, die die Dinge unkontrollierbar machen kann. Es gibt so viele Leute, die die Pamphlete gelesen haben, die Plakate gesehen haben, über den Kampf gegen das Gefängnis gehört und diskutiert haben und so einen Sumpf schaffen in welchem es für die Bullen schwierig wird zu verstehen, was vor sich geht, und in dem Samen von Ideen in den Köpfen von vielen wachsen.

Lasst uns klar sein: Der Kampf gegen das Maxi-Gefängnis ist kein Kampf von Anarchisten gegen den Staat, es ist ein Kampf der sozialen Zurückweisung der alltäglichen Attacken des Staates, des Lebens zwischen den vier Wänden einer Gefängnisstadt. Diese soziale Zurückweisung kann sich jederzeit in eine Kralle verwandeln, die Bullen verscheucht, die Politiker in ihre Hosen pinkeln lässt, so wie man es in England, Syrien, der Türkei, den USA und so vielen anderen Orten gesehen hat. Wenn während dieser starken Momente der Selbst-Organisation einige klare Ideen bezüglich dem, wie und wo es den Feind zu schlagen gilt, präsent sind, ist der Staat in ernsthaften Schwierigkeiten. Das ist warum wir dem Polizeidruck nicht nachgeben sollten und nicht beginnen sollten unsere Ideen zu verstecken. Denn unsere Ideen sind stärker als Dynamit, sind Samen, die helfen können Dinge wirklich außer Kontrolle zu bringen. Die soziale Verbreitung der Selbst-Organisation und direkten Aktion ist der schlimmste Albtraum des Staates und von jedem, der den Protest kontrollieren will.

[Publiziert im Avalanche, n°5, Juli 2015]

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